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Ollis Pickup

Das ist Ollis Pickup

. . . und damit haben wir ein neues Hobby gefunden.  AMI-schrauben !!!

Bei dem Auto handelt es sich um einen

Chevrolet C1500 Ext.Cab Longbed Pickup Bj. 1988.

Motor = 8 Zylinder, 5.7liter, 210 PS noch!  ,TBI,   Getriebe = TH700r4, Dreigangautomat mit Overdrive


Es liegt in der Natur der Sache das bei einem so “altem” Fahrzeug auch so einiges zu schrauben ist, aber das ist ja der Reiz .                

Die Basis ist eigentlich super, und dann auch noch neu Lackiert, und das für den Preis! bleibt geheim..

Leider gab es da ein kleines Problem mit dem Motor, nähmlich einen Pleuellagerschaden, und der sah so aus....

Kurbelwelle mit beschädigten Lagerzapfen

Das der Motor nicht hundertprozentig in Ordnung war wussten wir schon vorher, da er ungesunde Klopfgeräusche von sich gab.  Also : Ausbauen und zerlegen.

Was sich im nachhinein als ganz schön aufwendiger Akt erwies, wenn man so etwas zum ersten mal macht!Aber : Kneifen ist nicht, erst recht nicht wenn man technisch nicht ganz unbedarft ist!Beim zerlegen zeigten sich immer mehr Schäden, wie zum Beispiel das an 7 von 8 Kolben fast alle Kolbenringe gebrochen waren. Weiter hatten als folge davon die Zylinderbuchsen starke Laufspuren. Die Kurbelwelle hatte Riefen bis zu 0,5mm , und das kann man nicht mehr schleifen lassen, ergo mußte sie neu. Unserer Schätzung nach ist der Motor wohl mal ohne Öl gelaufen, und das ist reichlich ungesund, wie man sieht.



Olli beim auseinander bauen


So wie dieser Zylinderkopf sah der ganze Motor aus, ziemlich Ölversifft. Das reinigen der Teile hat wohl mit am meisten Zeit in anspruch genommen. Die Köpfe bekamen neue Ventischaftdichtungen, die Ventile wurden von Verkrustungen befreit und neu eingeschliffen.


Vor dem Ausbau der Maschine habe ich lieber ein paar Bilder gemacht, sonst weiss man nachher nicht mehr wo was hingehört.

So eine blöde Zentraleinspritzung und der andere Elektronikmüll hat sehr viele verschiedene Anschlüsse. Hoffentlich finden wir sie alle wieder!  Aber ich schätze mal, dass der Motor wohl irgendwann auf einen normalen Vergaser umgebaut wird.


Das zusammen bauen hat schon mehr Spass gemacht !

Nachdem wir eine neue Kurbelwelle (geschliffen 0,20mm) und diverse andere Kleinteile besorgt hatten, konnten wir mit dem neuaufbau des Motors beginnen.

Hier zu sehen sind die schon eingebauten neuen Kolben mit natürlich neuen Kolbenringen. Die Zylinder sind übrigends nur gehohnt und nicht aufgebohrt; ist warscheinlich nicht so gut, aber Versuch macht klug.

Profis unter den Motorenbauern würden uns warscheinlich lünchen!

Wie man sieht wurden die grösseren Teile vor dem zusammenbau neu Lackiert.

Unter anderem wurde auch die Nockenwelle inklusive Lager und die Hydrostössel mit Stösselstangen erneuert. Als Steuerkette haben wir eine neue doppelte eingebaut.

Für den Nockenwellenlager aus- und einbau hatte ich mir aus Messing ein kleines Werkzeug gedreht, mit dem man mit hilfe einer Gewindestange die Lager raus und rein drücken konnte.

Ein Orischinol Werchzeuch für die Lager sollte über 300 Euronen kosten!!       sind die nich ganz dicht???? wir sind doch nich Krösus!!

Die Ölpumpe wurde zerlegt, gereinigt und noch für gut befunden. Es war noch kein verschleiss zu erkennen, und das nach ca. 150kilo-kilometer; hää?

Des weiteren wurden für Kolben 5 u. 6 neue gebrauchte Pleuel eingebaut, weil nicht sicher war, ob die alten Pleuel noch masshaltig sind. Denn an Pleuel 6 hatten sich die Lagerschalen übereinander!!! gelegt. Als wir das gesehen hatten wunderten wir uns, das der Motor überhaupt noch gelaufen hatte. Das wäre wohl nicht mehr lange gutgegangen.

Es geht weiter.

Die Ölwanne ist drunter, vorher wurden der hintere Simmering-halter und der Steuerdeckel mit neuen Dichtungen angebaut.

Ein neuer Ölfilter hat auch noch seinen Platz gefunden und die Ansaugspinne wurde verschraubt.

Der Ölpeilstap ist montiert und Öl ist aufgefüllt.

Um vor der ersten inbetriebnahme Öldruck aufzubauen wurde ein adapter aus Kupferrohr und einem stück Rundalu gebastelt, um die Ölpumpe mit einer Bohrmaschine anzutreiben.

Ölpumpe Bohrmaschine


Es ist soweit, der Motor wird verpflanzt. Der Einbau gestaltete sich schwieriger als angenommen, Erstmal herausfinden wo welche Schraube hingehört, das is`n geiles Puzzle. Vieleicht hätte man sie doch alle! in beschriftete Tüten packen sollen, so wie wir es mit einigen getan hatten, denn ohne Schrauben lassen sich die ganzen Agregate so schlecht fest machen. Isolierband hält, glaub ich, nicht so gut.

Vor allen Dingen die SCH.... Krümmer wollten sich uns nicht beugen. Ca. drei Stunden für zwei blöde Auspuffabkackrohre, kann ja wohl nicht wahr sein? Am meisten schwierigkeiten machte die komische Abgasrückführungs-anlage mit der verdammten Luftpumpe. Wegen dem Kram kommt man nirgends richtig ran. Das ist das nächste was rausfliegt. Ist in meinen Augen so wie so beschiss!! Wenn man dem Abgas frischluft zuführt, sollen wohl die AU. Werte besser werden!  

Auf der rechten Seite liessen sich die Krümmer noch verhältnismässig leicht einbauen, wobei auch hier die Schrauben ziehmlich schwer rein gingen. Vieleicht hätten wir die Gewinde nachschneiden sollen? Aber woher auf die schnelle einen zölligen Gewindeschneider nehmen?   Nun noch die ganze Verkabelung, Kühlflüssigkeit auffüllen, und dann hoffen das die Maschine auch anspringt, und der ganze Aufwand nicht vergebens wahr!.

So, heute am 30. 12. 2003 war es soweit. Motor gestartet, und er lief auf den Schlag!  Nachdem mein Bruder am abend zuvor bemerkt hatte das mit der Zündung etwas nicht stimmt...(heftiges Backfire), haben wir die Zündkabel etwas getauscht (Anfängerfehler) und die Restarbeiten an der Maschine durchgeführt, und dann sprang sie sofort an.

Weitere arbeiten an dem Fahrzeug werden sporadisch hier gezeigt

Übrigends möchten wir uns bei den Usern des AMI-Forums und Motortalk bedanken, in deren Foren viele unserer Fragen beantwortet wurden.