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Bugstrahler

                                 Das Bugstrahlruder


Hier möchte ich mal zeigen wie ich den Bugstrahler für die Holstentor gebaut habe. Angefangen hat es damit, daß ich ein paar Kegelradzahnräder aus einem Aussenborder von Graupner übrig hatte (der zog keine Wurst vom Teller) und ich sowieso einen Bugstrahler brauchte. Die halbwegs passenden käuflichen Antriebe waren mir entschieden zu teuer. Dann habe ich festgestellt, daß ein Kupferrohr aus dem Heizungsbaubereich genau passen würde.  Die genauen Maße weiß ich nicht mehr und ich bin zu faul zum messen, aber ich glaube das Rohr hat 35mm Durchmesser. Ich habe mittig ein Loch passend für ein Kupfer T-Stück 15mm gebohrt, dann habe ich mir die Wellenbuchsen aus Messing gedreht und für die 5mm Silberstahlwellen aufgebohrt. Die Antriebsseitige Buchse hat zwei Einstiche für O-Ringe zum Abdichten und ist nur eingedrückt. Das ist praktisch für die Wartung. Die Antriebswelle hat für das Zahnrad am unteren Ende eine Riffelung und ist Kupplungsseitig passend abgedreht. Das Antriebszahnrad ist aufgepresst. Die Buchsen für die Schraubenwelle sind in das T-Stück eingepresst. Die Schraubenwelle wurde auf länge gesägt und dann die Gewinde für die Schiffsschrauben geschnitten. Gar nicht so einfach bei Silberstahl. Dann habe ich die Welle bis ca. zur Mitte einseitig flach geschliffen, weil die Bohrung im Kegelrad auch so geformt ist. Dann habe ich den Antrieb ohne Aussenrohr zusammengesetzt und kleinere ungenauigkeiten mit Unterlagscheiben ausgeglichen. Dann nahm ich die obere Buchse wieder heraus, setzte das T-Stück mit Schraubenwelle in die Bohrung vom Aussenrohr und schraubte die inzwischen auf passenden Durchmesser abgedrehten Dreiblatt-Messingpropeller auf. Sie sitzen sehr stramm auf der Welle, deshalb brauche ich sie auch nicht zu kontern. Zwischen Propeller und Rohr legte ich einen Pappstreifen, um einen gleichmäßigen Abstand zum Rohr zu bekommen. Dann habe ich das T-Stück mit dem Aussenrohr mit Silberlot hart verlötet. Fett kam in den Antrieb und die O-Ring Buchse wurde eingedrückt. Danach wurde ein Motor angeschlossen und ein erster Test zeigte, daß der Bugstrahler sowohl leise als auch dicht zu sein scheint. Die erste richtige Erprobung auf dem See wird es zeigen. Bin ja mal gespannt. Die Aussenrohrenden sind übrigens nicht so weit von den Propellern entfernt wie auf dem Bild gezeigt wird, Deshalb kommt man auch gut an die Propeller heran. Im Schiff sitzt der Bugstrahler in zwei passenden Kunststoffrohren wie ja auch auf einem Bild ersichtlich ist. Zeichnung ist nicht Maßstabgrecht !!